Das Literarische Trio im Brecht Haus mit Kristof Magnusson

Kristof Magnusson: „Schreiben ist eigentlich auch Übersetzen“

Kristof Magnusson ist ein Typ, mit dem man gerne mal ein Bier trinken will. Und sich dabei von skurrilen isländischen Wörtern und lesenswerten neuen Büchern erzählen lassen. Am 20. Januar 2016 war er zu Gast bei der Veranstaltungsreihe „Literarisches Trio“ beim Literaturforum im Brecht Haus. Da gab es, obwohl das (vorher nicht abgesprochene) Thema des Abends das Altern war, einiges zu Lachen. Nicht zuletzt, da der fröhliche deutsch-isländische Roman- und Theater-Autor und Übersetzer Magnusson aus dem Nähkästchen plauderte.

Als gelernter Kirchenmusiker, der aber irgendwie nicht gut genug für richtige Kunst war, findet er, dass das Übersetzen durchaus dem Kirchenmusikspiel vergleichbar ist. Beim einen werden Worte in Töne übersetzt, beim anderen Worte von einer in die andere Sprache. Bei beidem haut man in die Tasten. Und wo er gerade mal dabei ist: das Schreiben selbst, das für ihn der „Brot-Beruf“ ist, um sich der Kür des Übersetzens widmen zu können, ist ja eigentlich auch Übersetzen – vom Kopf aufs Papier.

Buchempfehlungen der Experten

Zusammen mit Frauke Meyer-Gosau und Jörg Magenau stellte Magnusson dann aber nicht eigene, sondern Bücher anderer Autoren vor, welche die drei Literatur-Experten für mehr oder weniger lesenswert hielten. Dabei herrschte nicht immer Einigkeit… besonders bei der Frage, ob Martin Walser nun endlich aufhören sollte Bücher zu schreiben. Aber ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen. Hört selbst! Die komplette Veranstaltung gibt es bei Voice Republic zum Nachhören.

Übrigens: Kristof Magnussons Tipp für mehr Gelassenheit beim U-Bahn-Fahren Patti Smith zu lesen, kann ich nur bestätigen und mich seiner persönlichen Empfehlung anschließen.

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