Inspiration durch Innovation: Pioniere auf Voice Republic

Pioniere sind Menschen, die etwas tun, was vor ihnen noch keiner getan hat. Menschen, die neue Wege gehen und damit andere inspirieren. Innovation braucht immer Mut – wer zur Avantgarde gehören will, der muss Wege gehen, die noch nicht ausgetreten sind. Raumfahrer, Hacker, Spieleentwickler und Programmiererinnen, die auf ihrem jeweiligen Gebiet große Fußstapfen hinterlassen haben, erzählen auf Voice Republic ihre Geschichten.

Innovation zwischen Spielen und Programmieren

Linda Liukas ist in einer von Männern dominierten Branche unterwegs und hat dabei vor allem eines: Spaß. Sie ist Programmiererin, sieht sich selbst aber als Erzählerin. Das Schreiben von Software ist für sie Ausdruck von Kreativität. Genau das will sie in ihrem revolutionären Projekt Hello Ruby Kindern vermitteln. Kinder sollen Code spielerisch nutzen, verbiegen und brechen – so, wie sie es mit Buntstiften und Papier tun. Neugier, Spieltrieb und Logik werden auf diese Weise kombiniert und führen fast immer zu einem – vor allem für die Erwachsenen – überraschenden Ergebnis. Hello Ruby hat allein in seinen ersten dreieinhalb Stunden auf Kickstarter 10,000 Dollar eingenommen. Linda ist aus der Programmierer-Szene nicht mehr wegzudenken und hat 2012 Rails Girls gegründet. Das Projekt hat das Ziel Technologie für Frauen und Mädchen zugänglicher zu machen – inzwischen ein globales Phänomen mit Workshops in über 160 Städten. Als wahre Pionierin hat Linda Liukas so bereits mehr als 10.000 Frauen den Weg zum Programmieren geebnet.

Cheryl Miller: Pionierin der digitalen Gleichberechtigung

Cheryl Miller, Gründerin und Geschäftsführerin von Zen Digital Europe, hat über 20 Jahren internationale Erfahrung in der Tech-Branche und legt vor allem Wert auf den sozialen Aspekt des Untrenehmertums. Sie hat das Digital Leadership Institute gegründet, eine in Brüssel ansässige internationale NGO, die die digitale Kluft zwischen den Geschlechtern überbrücken will. Cheryls Arbeit zur Förderung von Frauen und Mädchen in Wissenschaft und Technologie wurde von den Vereinten Nationen und der Europäischen Kommission anerkannt. Sie wird weltweit als Expertin zu Themen rund um die digitale Integration konsultiert. Digitale Alphabetisierung, Gleichberechtigung der Geschlechter und weibliche Führung sind ihre Spezialthemen. Als Vorreiterin und Kämpferin ist sie Inspiration für tausende Frauen und Mädchen. In ihrem Talk beim Ada Lovelace Festival kann jeder hören, warum.

Das Urgestein unter den Spieleentwicklern: Howard Philipps

Er war einer der ersten und ist immer noch enorm wichtig in der Branche. Mit Erfahrung in führenden Positionen bei Nintendo, Lucas Arts, THQ und bei den Microsoft Game Studios, hat Howard Phillips inzwischen mehr als 165 Spiele produziert und zwei Mal das „Spiel des Jahres“ gewonnen. Heute arbeitet er an einer Reihe von neuen Social und Mobile Games als Head of Game Design and User Experience bei Gameduell.

In seinem Vortrag im Computerspielemuseum erzählt Howard Phillips seine persönliche Perspektive auf die Geschichte der digitalen Spieleentwicklung von den achtziger Jahren bis heute. Vor allem Veränderungen in den Konsummustern kennt er wie kein anderer. Von 2D-Spielen wie Radar Scope und Donkey Kong  über Konsolen und Handheld-Spiele der Nintendo-Ära wie Super Mario Bros., The Legend of Zelda und Tetris bis zu PC-Spielen, Grafikadventures und Flugsimulationen… Howard Phillips erzählt von der Entstehung von LAN-Partys und wirft einen Blick auf die Handy-Spiele unserer Zeit. Er zeigt, wie viele klassische Muster in aktuellen Spielen wieder auftauchen und warum Social Gaming als eine Erweiterung der Einzelspieler-Erfahrung so erfolgreich ist. Was er in seinen 34 Jahren Erfahrung in der Spieleproduktion gelernt hat? Innovation hört nie auf, revolutionäre Ideen werden immer gebraucht.

Alle Talks des Computerspielemuseums 

Sechs Monate Leben und Arbeiten auf der ISS

Pionier_Alexander_Gerst
ESA astronaut Alexander Gerst completed his EVA on 7. October 2014 successfully. © ESA

Zu Gast bei der re:publica 2015 berichtet Alexander Gerst von seiner Astronauten-Ausbildung, dem Start zur ISS, seiner Arbeit dort als Wissenschaftler und dem Blick zurück auf die Erde. Alexander Gerst war im Rahmen seiner „Blue Dot“-Mission ein halbes Jahr lang als Flugingenieur auf der Internationalen Raumstation. Er war der sechste ESA-Astronaut auf einer Langzeitmission im All und der dritte Astronaut deutscher Nationalität, der auf der ISS lebte.  Die Mission umfasste umfangreiche Experimente in Physik, Biologie und der Physiologie des Menschen sowie der Strahlenforschung. Das Ziel war,  das Leben auf der Erde zu verbessern und die weitere bemannte Erforschung unseres Sonnensystems vorzubereiten. Alexander Gerst führte während seiner Zeit im All einen inspirierenden Blog, der für den Grimme Online Award nominiert war – und ist so der erste Astronaut und Journalist in Personalunion.

Alle Talks der re:publica 2015 

 

Foto: Ian Norman on flickr

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