Podcasts als Content Marketing Tool

Podcasts liegen im Trend und verbuchen stark steigende Nutzerzahlen. Von den deutschen 14- bis 29-Jährigen hören 20 Prozent Podcasts, das sind mehr als doppelt so viele wie 2014 (7 Prozent). Nicht überraschend ist, dass dieser Trend aus den USA zu uns nach Deutschland schwappt. Dort hören bereits 46 Millionen Amerikaner ab 12 Jahren monatlich mindestens einen Podcast und knapp ein Viertel der Amerikaner mit Hochschulabschluss sogar wöchentlich. Podcasthörer sind für Produzenten von Content, aber auch für Werbetreibende eine spannende Zielgruppe.

Themenwahl und prominente Beispiele

Nutzt man Podcasts als Content Marketing Tool, stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Zum einen kann man auf bestehende Podcaster und deren Reichweite zurückgreifen, um gezielt Werbekampagnen zu platzieren. Auf diese Weise kann man sich thematisch passende Partner heraussuchen und eine attraktive Zielgruppe erreichen.

Zum anderen können aber auch eigene Podcasts produziert und verbreitet werden. Es können darin Themen platziert werden, die in regulären Kampagnen keinen Platz haben. Ein Podcast bietet mehr Raum, um Themen zu diskutieren und zu erklären, um Motivationen darzulegen und einzelne Personen vorzustellen. Einige Geschäftsführer nutzen bereits diese Option, um sich und ihre Pläne näher an den Kunden zu bringen. Ein prominentes Beispiel ist Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, der zu den wichtigsten Influencern seiner Branche zählt. Als Personenmarke gibt er laut einer Pressemitteilung des Auto-Herstellers Einblicke in „in Branchentrends, seinen persönlichen Karriereweg und seine Motivation, Opel wieder zu alter Stärke zu verhelfen“.

Hohe Tausendkontaktpreise bei Podcasts

In den USA liegt der durchschnittliche Tausendkontaktpreis (TKP) bei Podcasts zwischen 20 und 45 $. Zum Vergleich: Beim Radio beträgt der TKP 1 bis 18 US-Dollar. Hierzulande erreichen die TKP teilweise sogar Preise bis zu 150 bis 300 €.

Erfolgreiche Podcaster profitieren also auch finanziell von ihrer Arbeit. Dabei bieten sie werbetreibenden eine spannende Zielgruppe. Typische Werbeformate sind Pre- und Mid-Roll-Spots, in denen auch häufig der Podcaster selbst die Werbebotschaft vermittelt. Durch die wesentlich engere Bindung und das starke Vertrauensverhältnis zwischen Hörer und Podcaster, gewinnen die Werbebotschaften eine wesentlich höhere Glaubwürdigkeit. Ein schlagender Vorteil im Vergleich zu Medienplattformen.

 

Foto: Kārlis Dambrāns über flickr

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